Die Stadt Lauf

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Geschichte und Geschichten

Der Name Lauf leitet sich vermutlich von dem mittelhochdeutschen Wort "lawff", „lauffe“ oder "loufe" ab, was wohl auf die besondere Lage der Stadt zurückgeht.
Lauf an der Pegnitz verdankt seinen Ursprung und Namen seiner Lage am Ufer der Pegnitz, die hier auf starkem Gefälle Stromschnellen bildet.

 

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Die Energie des Wasserlaufs wurde frühzeitig für Mühlen und Wasserwerke genutzt. Bereits vor der Stadtgründung wurden an der hier mit stärkerem Gefälle fließenden Pegnitz Mühlen errichtet. Schon um das Jahr 1275 sind erstmals vier Getreidemühlen in Lauf urkundlich erwähnt.

 

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Muhlrad  

Für die Besiedelung ähnlich bedeutsam wie der Fluss war seit jeher die verkehrsgünstige geographische Lage. Die mittelalterliche Verbindung des ostfränkischen Königshofs Forchheim zum alten Sitz des bayerischen Herzogtums führte durch Lauf, wo eine Veste als Talsperre den Pegnitz-Übergang schützte. Sie wurde seit dem 11. Jahrhundert von der wichtigsten Handelsstraße Nürnberg – Prag gekreuzt. In Lauf, das zu einem Marktplatz aufgewertet wurde, entstand ein erster Handelsumschlagplatz mit Zollstation und Wochenmarkt.

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StadtTor

Im Jahr 1355 wurde die im 11. Jahrhundert entstandene Siedlung unter Kaiser Karl IV. als Teil von dessen neuböhmischem Territorium zur Stadt erhoben.

Die Bürger von Lauf

Die Burg, die Mühlen und der Markt können als älteste Teile der Stadt Lauf an der Pegnitz betrachtet werden. Ihre Bewohner erwarben landwirtschaftliche Flächen und ließen den Typ des kleinstädtischen Ackerbürgers aufleben, der hier für viele Jahrhunderte lebte.

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Marktplatz

Eine Ministerialienburg auf der Fluss-Insel bildete ein Bollwerk zur Beherrschung des gesamten unteren Pegnitztales. Die Burg war bereits zur Zeit der Hohenstaufen ein strategisch wichtiger Punkt und wurde erst in den ersten Jahren des 14. Jahrhunderts zerstört. Im Jahr 1355 wurde die im 11. Jahrhundert entstandene Siedlung unter Kaiser Karl IV. als Teil von dessen neuböhmischem Territorium zur Stadt erhoben. Nach der Zerstörung ließ der deutsche Kaiser Karl IV. aus den Ruinen das Wenzelschloss mit seinem einzigartigen Wappensaal auf einer vorgelagerten Pegnitz-Insel glanzvoll neu erstehen.

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Schloss

Bis zum Jahr 1266 war Lauf als Reichsgut unmittelbar dem deutschen Kaiser unterstellt. Am Ende des 13. Jahrhunderts gehörte es zum Besitz der bayerischen Wittelsbacher, um dann bis Mitte des 14. Jahrhunderts noch mehrmals die Herrschaft zu wechseln.

Blütezeit unter Kaiser Karl IV.

Im Jahr 1353 schließlich ging Lauf an Kaiser Karl IV. über. Unter seiner Herrschaft sollte die Stadt ihre wirtschaftliche und politische Blüte erleben. In diese Zeit fällt eine ganze Reihe von Privilegien, die der Kaiser gewährte. Wichtigstes Privileg war die Stadtbefestigung mit Mauern und Türmen. Auf dem Höhepunkt seiner Macht konnte Karl IV. auf eigenem Grund und Boden von Prag, der Hauptstadt Böhmens, bis zur Reichsstadt Nürnberg gelangen. An dieser wichtigen Straße lag Lauf. Es entwickelte sich zum Verwaltungs-, Zoll- und Geleitsmittelpunkt der Gegend östlich von Nürnberg.

Mit der zunehmenden wirtschaftlichen Bedeutung Nürnbergs als Handels- und Gewerbestadt und dem damit verbundenen Osthandel, der durch das politische Aufkommen Böhmens unter Karl IV. noch vermehrt wurde, wuchs Lauf zu einem Ort mit äußerst günstiger Verkehrs- und Wirtschaftslage heran. Leider erlosch Karls Interesse an Lauf als westlicher Vorposten seiner böhmischen Hausmacht schnell wieder, dennoch hatten die Jahre unter der böhmischen Herrschaft positive Spuren hinterlassen.

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Nach dem Zusammenbruch der neuböhmischen Herrschaft kam Lauf im Jahr 1373 als bayerisches Amt erneut unter die Herrschaft der Landshuter Linie des Hauses Wittelsbach. Im Landshuter Erbfolgekrieg konnte sich die Reichsstadt Nürnberg als Verbündeter der Münchner Linie der Wittelsbacher im Jahr 1504 die Herrschaft über Lauf sichern. Nürnbergs Herrschaft dauerte 300 Jahre.

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Im Zweiten Markgrafenkrieg wurde Lauf durch Truppen des Markgrafen von Brandenburg-Kulmbach Albrecht Alcibiades zweimal erobert und am 3. Juni 1553 in Brand gesteckt. Im Jahre 1806, mit der Auflösung des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation, kam Lauf zusammen mit dem übrigen Landgebiet der Reichsstadt Nürnberg in bayerische Hände zurück. Es wurde dem neu geschaffenen Königreich Bayern angegliedert.

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Kirche

Das älteste Siegel der Stadt Lauf an der Pegnitz stammt aus der Mitte des 14. Jahrhunderts. Es zeigt zwei Türme und die Stadtmauer und dazwischen das kleine Wappen der Könige von Böhmen, denen die Stadt zu jener Zeit gehörte. Seitdem blieb diese Zusammenstellung die gleiche, nur das kleine Wappen wurde durch die Wappen der neuen Herrscher ersetzt. Als im Jahre 1473 die Herzöge von Bayern die Stadt erwarben, wurde der böhmische Löwe durch die Rauten der Familie Wittelsbach ersetzt. 1505 wurde Lauf Eigentum der Stadt Nürnberg. Seitdem enthält das kleine Wappen das Wappen von Nürnberg.

Die Stadtfarben sind Rot und Weiß.

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